Die Baugenossenschaft München von 1871 eG ist die älteste bestehende Wohnungsbau-genossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland.

                                                                                                  

                                    Maurertafel zum 100-jährigen Bestehen (1971)

Die Baugenossenschaft München von 1871 eG will für eine möglichst breite Bevölkerungsschicht guten, sicheren und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Das heißt in einer Stadt wie München: weder mit dem Gut "Wohnen" zu spekulieren noch zu versuchen höchstmögliche Gewinne aus der Bewirtschaftung zu erzielen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann ein kräftiger industrieller Aufschwung in Deutschland, der großen Zuzug breiter Bevölkerungsschichten in die Großstädte bedeutete. Vor allem sozial schwache Mitbürger litten schon damals unter einer erheblichen Wohn- ungsnot. Auch München gehörte zu diesen Städten.

Bereits in den Jahren 1865 bis 1866 wurde in dem damals schon bestehenden "Arbeiter-bildungsverein" die Frage diskutiert, ob der Wohnungsnot nicht nach den Prinzipien des deutschen Genossenschaftswesen abgeholfen werden könnte. Im Juni 1871 berief der Verein eine sehr gut besuchte Versammlung ein, bildete ein Gründungskomitee und beschloss am 28. Oktober 1871 die Gründung dieser Genossenschaft. An der Versammlung nahmen Vertreter von Staats- und Gemeindebehörden, der Großindustrie, des Handwerks sowie eine große Zahl von Arbeitern teil; 197 der Anwesenden ließen sich als Gründungsmitglieder registrieren.

Am 16. Dezember 1871 fand die erste Generalversammlung statt. Den ersten Vorstand bildeten die Herren Feierabend (Direktor), Nomber (Kassier) und Sedlmeier (Bauverwaltung). Auch der Aufsichtsrat konnte besetzt werden.

Bereits 1872 wurden die ersten 44 Wohnungen und 2 Läden an der Nymphenburgerstraße 129-135 (Neuhausen) gebaut, 1891/1900 weitere an der Lindwurm- und Stielerstraße. In den nächsten Jahrzehnten folgten z.B. 1954/1955 Bauten an der Straubingerstraße (Laim), 1962/63 Liegenschaften an der Appenzellerstraße (Fürstenried), 1965/66 an der Silberdistel-/ Krokusstraße (Blumenau) sowie 1969 an der Ludwig-Richter-Straße (Laim). Zum 100-jährigen Jubiläum, 1971, wurden die Häuser  Nymphenburgerstraße 131-135 abgebrochen und neu erbaut. Seither entstanden keine neuen Wohnanlagen mehr.

In den letzten Jahren wurden in nahezu allen Liegenschaften zum Teil umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Dies war und ist zur Werterhaltung unserer Wohnanlagen zwingend erforderlich. Alle Maßnahmen der Modernisierung und Instandhaltung führten zu keiner wesentlichen Mieterhöhung.

Wir sind in folgenden Verbänden Mitglied:
  • Verband der bayerischen Wohnungsunternehmen e.V. (VdW-Bayern)
  • Vereinigung Münchner Wohnungsunternehmen e.V.

Die Genossenschaft hat als Organe:

  • den Vorstand
  • den Aufsichtsrat
  • die Generalversammlung